20-11-2025 | Baker Tilly
M&A
Insolvenzverwalter verkaufen gemeinsam Vistafon-Gruppe
Deals

Die Insolvenzverwalter der Vistafon-Gruppe haben eine Fortführungslösung umsetzen können: Die Vistafon GmbH und die Vistafon Consulting GmbH werden gemeinsam von der MVC Mobile VideoCommunication GmbH übernommen.

München/Mainz, 20. November 2025 – Die Insolvenzverwalter Dr. Alexander Fridgen (Baker Tilly) und Hans-Wilhelm Goetsch (BGP Insolvenzverwalter) verkaufen die Vistafon-Gruppe gemeinsam aus der Insolvenz: Im Rahmen eines Asset Deals erwirbt die MVC Mobile VideoCommunication GmbH („MVC“) sowohl die in München ansässige Vistafon GmbH als auch die Vistafon Consulting GmbH mit Sitz in Mainz. Wesentliche Kundenbeziehungen sowie die Mehrzahl der Arbeitsplätze konnten erhalten werden.

Gesellschaften wollten fusionieren – Verzögerungen führten zur Insolvenz

Vor Einleitung des Insolvenzverfahrens war die Fusion der Vistafon-Gesellschaften unter Erweiterung des Gesellschafterkreises und Stärkung der Liquidität geplant, nachdem die Unternehmen bereits seit Jahren umfassend kooperiert hatten. Da sich die Umsetzung der Fusion verzögerte, musste für beide Gesellschaften jedoch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt werden.

Zunächst zu vorläufigen Insolvenzverwaltern wurden daraufhin der Rechtsanwalt und Baker Tilly-Partner Dr. Alexander Fridgen (für die Vistafon GmbH) und der Rechtsanwalt Hans-Wilhelm Goetsch (für die Vistafon Consulting GmbH) bestellt.

Erfolgreiche Distressed-Transaktion: Übertragende Sanierung beider Betriebe

Seit Beginn der Insolvenzeröffnungsverfahren kooperierten Dr. Fridgen und Goetsch eng miteinander, um für beide Gesellschaften Sanierungschancen zu wahren. Beide Insolvenzverwalter beauftragten gemeinsam ein M&A-Team unter der Leitung von Dr. Andreas Fröhlich, Partner und Head of Corporate Finance bei Baker Tilly, mit der Veräußerung der beiden Geschäftsbetriebe.

Mit MVC wurde schließlich ein gemeinsamer Käufer für beide Unternehmen gefunden. Direkt nach der förmlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens, welche für beide Gesellschaften am 31. Oktober 2025 erfolgte, konnten beide Geschäftsbetriebe auf die Käuferin übergeleitet werden.

„Durch die gute und enge Zusammenarbeit beider Insolvenzverwaltungen mit dem M&A-Team haben wir eine sehr gute Lösung erreicht: Da die Einzelbetriebe aufgrund ihrer engen Verzahnung isoliert kaum veräußert werden konnten, ist dieser gemeinsame Asset Deal die bestmögliche Realisierung der Unternehmenswerte. Auch für die neuen Investoren entsteht durch die Transaktion ein echter Mehrwert – sie können die Vistafon-Gesellschaften nun unter Nutzung der insolvenzrechtlichen Sanierungsinstrumente in ihre Gruppe integrieren“, sagt Dr. Alexander Fridgen.