In einem weiterhin von COVID-19 geprägten Umfeld erholt sich der M&A-Markt sowohl global wie auch in der Schweiz auf eindrucksvolle Weise. Das ergibt die aktuelle Deloitte MidCap-M&A-Studie. Seit der Erstpublikation im Jahr 2013 gingen noch nie so viele Transaktionen über die Bühne wie 2021. 233 Abschlüsse markieren einen neuen Rekord für die Schweiz und machen den Rückgang im Jahr 2020 mit einer Rekordsteigerung von fast 25% mehr als wett. Die Entwicklung wird durch leicht zugängliche Finanzierungsmöglichkeiten beflügelt und zeugt vom wiedergewonnenen Vertrauen in die gesamtwirtschaftlichen Aussichten. Abgesehen von der weiterhin fragilen pandemischen Lage spricht vieles dafür, dass die M&A-Aktivitäten auch 2022 weiter zunehmen werden.
Global betrachtet stieg der M&A-Transaktionswert 2021 auf 5,8 Bio. USD. Gegenüber 2020 entspricht diese Entwicklung einem Plus von 64%, und die Anzahl der Transaktionen nahm um 24% zu. Die M&A-Entwicklung für die Schweiz verzeichnete ein ähnliches Wachstum auf 233 Transaktionen (+24,6%). Auch Private-Equity-Investoren zeigten wieder grösseres Vertrauen in den Markt und waren an insgesamt 94 Transaktionen beteiligt. Dies ist mehr als eine Verdoppelung und ebenfalls ein Rekordwert.
60 Schweizer KMU haben im vergangenen Kalenderjahr eine Akquisition im Ausland getätigt (+30,4%). Das Vertrauen in Chancen außerhalb der helvetischen Grenzen ist auf historisch hohem Niveau. Fast die Hälfte der Übernahmen fand in den direkten Nachbarländern statt, wobei Deutschland mit 30% der Transaktionen das bevorzugte Zielland bleibt. Am interessiertesten zeigten sich Schweizer KMU an der Technologie, Medien und Telekommunikation sowie an der Gesundheitsbranche. Beide Sektoren haben im letzten Jahr entscheidend zur Bewältigung der fortschreitenden Digitalisierung während der globalen Pandemie beigetragen. Die produzierende Industrie, die in der Vergangenheit die Rangliste dominierte, fiel 2021 hingegen auf den fünften Platz zurück.
Demgegenüber wurden insgesamt 173 Schweizer KMU übernommen. Die Zahl der heimischen Käufer stieg moderat auf 76 (+10,1%), während Inbound-Transaktionen um über einen Drittel auf 97 Abschlüsse zulegten.